10/21/2009

La Marea Roja - Alemania vs. Chile, 14.11.2009

Das Spielchen am 14.11. ist nicht nur ein Jahrhundertereignis für alle in Europa lebenden Chilenen - nein, es ist auch Grund genug mal wieder einen Blogpost zu veröffentlichen. Klar ist schon jetzt, am 14. November wird Köln von einer "Marea Roja" geflutet - und nach dem Spiel soll die größte chilenische Party außerhalb Chiles stattfinden.


Die Amigos von chilenosenalemania.de haben sich bereits die Mühe gemacht, für alle Fans der La Roja die nötigen Informationen bereitzustellen. Und nach dem Spiel ist sowieso schon klar. Carrete hasta el Almanecer. Esta fiesta no se la pueden perder!!!

7/22/2008

Es geht los.

Meine neuen Flugdaten:

JFK Departure 17.40 Arrival 9.45 Köln

Heute fahre ich fünf Stunden vorher los.

7/21/2008

Nominiert für den Trottel des Jahres: Flug V E R P A S S T

In diesem Moment sollte ich mich eigentlich mitten über dem Atlantik befinden. Leider sitze ich gerade wieder in meinem Appartment in Brooklyn - wenigstens mit einem kalten Bier in der Hand.

Ich habe mich heute gewissermaßen selbst für den Trottel des Jahres nominiert and das gleich in zwei Kategorien: Flug verpasst und noch dazu den Airport. Wie jetzt?

Nicht nur war ich so blöd, zum falschen Flughafen zu fahren (ich bin in Newark angekommen - war leider eine kognitive Fehlleistung davon auszugehen, dass der Flug von dort auch wieder wegfliegt) sondern wäre so oder so zu spät in Newark angekommen - und das obwohl ich dreieinhalb Stunden vor Abflug losgefahren bin.

"This is New York, man". Danke lieber Taxifahrer. Du hast es erfasst. Und ich bin zumindest um 100 Dollar und 6 Liter Schweiss ärmer. Was mich der Spass sonst noch kostet erfahre ich gleich. Dann gibt es auch den Rest der Geschichte mit dem Titel: "Mit drei fetten Taschen auf dem Weg zum Flughafen und kein Taxifahrer will da hin fahren" oder besser "Dann nehme ich halt die Bahn und bleibe 45 Minuten im Tunnel stecken" oder noch besser: "Ich und der ausgefallene Zug an der Penn Station".

Egal. Ruf jetzt mal bei Air France an. Wenigstens hatte ich keinen Schlüssel für das Appartment und durfte nochmal mit dem Taxi durch halb New York kurven um den Ersatzschlüssel zu besorgen.
Mach mir jetzt mal ein Bier auf. Prost New York. Viel Spass! (Stellt Euch einfach mein Gesicht vor)

7/08/2008

hier wohne ich übrigens...

...falls sich jemand mal bei google Earth die Gegend anschauen will - ist auf jeden Fall nur drei minuten vom Hudson River entfernt - mit allerfeinstem Blick auf die Skyline Manhattens


Größere Kartenansicht
Das einzige Problem ist wie ich bereits sagte - muss morgens erstmal nach Manhatten rüber und von da aus über Harlem nach Tarrytown. Dauert ca. 1.5 Stunden...

New York, New York!


Shit happens! Seit fast zwei Monaten habe ich meinen Blog nicht aktualisiert - und nun bin ich seit mittlerweile über einer Woche in New York - da wird es doch mal wieder Zeit. Zu New York muss ich ja jetzt eigentlich nicht viele Worte verlieren. Nur soviel: Es handelt sich um eine wahrhaftige Metropole, noch dazu um eine, in der man sich jeden Tag auf eine Weltreise begeben kann. Ich war so glaube ich zumindest noch an keinem anderen Fleck der Welt, an dem sich sowohl Multikulti als auch Parallelgesellschaft (Schande über mich für dieses Wort) jeden Tag aufs Neue die Hand reichen.

So habe ich den 4th of July mit einem wilden Haufen unterschiedlichster Nationalitäten verbracht - um mich am nächsten Tag mit meinem alten Freund Mate, seine Freundin Nina und einem Kollegen aus Spanien in einem mexikanischen Tanzpuff wiederzufinden. Jeder Tanz $2, die Mädels schön nebeneinander aufgereiht - und wir die einzigen Gringos in dem Laden. In Mexiko hätten mich da keine zehn Pferde reinbekommen.

Was sehr positiv ist - und mich auch wundert - man lernt hier viele Leute einfach so auf der Strasse, im Aufzug oder in der Bahn kennen - das die Gringos die wahren Meister im Small Talk sind war mir zwar schon vorher klar - aber wenn man alleine in einer Stadt ist das auf einmal ganz angenehm. Habe auf jeden Fall in einer Woche schon so viele Leute kennengelernt, die alle was machen wollen, das


da ganze fast mal wieder in Sozialstress ausartet. Ansonsten ruft in New York Arbeit - dafür bin ich schliesslich hier - aber leider aus einer Entfernung von anderthalb Stunden, die ich jeden Morgen von Brooklyn nach Tarrytown hin und abends leider auch wieder zurück fahren muss. Dafür ist das Archiv großartig - ein alter Landsitz der Rockefeller Family. Das war es jetzt auch schon von mir, New York ist nämlich nicht nur heiss, sondern macht auch müde. Bla bla. Bis die Tage!

5/18/2008

Angela Merkel in Lateinamerika

Sonntag morgen. Kaffee. Amüsiert lese ich den Pressespiegel über die Aufregung im Vorfeld von Angela Merkels Lateinamerika-Reise. Angeblich habe Chavez mal wieder sein "loses Mundwerk" nicht halten können - und die Kanzlerin mit Adolf Hitler verglichen. Der venezolanische Präsident ist mal wieder in aller Munde - denn seine Aussagen wurden von der deutschen Medienlandschaft natürlich umfassend (was nicht gleichzusetzen ist mit "objektiv") thematisiert.

Das ein Vergleich der deutschen Kanzlerin mit Adolf Hitler nicht unbedingt von politischem Instinkt und europäischen Diplomatieverständnis zeugen würde sei einmal dahingestellt - was aber genau und vor allem in welchem Kontext hat der venezolanische Präsident eigentlich gesagt? Ich bemühe das Internet. Druckt irgendein deutsches Medium die wirklichen Aussagen in mehr als einem Satz? Fehlanzeige. Die Süddeutsche zumindest zitiert ein wenig und schreibt, Chavez habe Merkel als Mitglied der der politischen Rechten bezeichnet, "derselben Rechten, die (Adolf) Hitler, die den Faschismus unterstützt hat."

Mal abgesehen davon, dass ich hier beim besten Willen keinen Vergleich mit Hitler erkennen kann (siehe Amerika21.de) - warum bloss lässt sich Chavéz zu einer solchen "Provokation" hinreissen? Auf Venezuela Aktuell werde ich fündig: Ein Originalmitschnitt von Chavez Sendung - die gleichzeitig meine Verwirrung beendet. Ein Lesen der (etwas holprig) geratenen deutschen Übersetzung sei jedem wärmstens empfohlen.

Bei meiner weiteren Suche im Internet erschliesst sich der Kontext dieser Aussage immer besser. Chavéz bezieht sich in seiner Sendung zum einen auf den Versuch der Europäer einen Keil zwischen die Linksregierungen und den brasilianischen Präsidenten Lula zu treiben, als auch auf Aussagen der Kanzlerin in einem DPA-Interview. Lula hatte in einem Spiegel-Interview zum einen geäußert, dass er die Erfolge der lateinamerikanischen Linken als "democratic progress" verstünde: "It was high time that presidents were elected who are truly of the people" Auf die Nachfrage der Spiegel-Journalisten, ob Chavez mit seiner "Einmischung" in die internen Angelegenheiten anderer Staaten nicht die gesamte Region destabilisieren würde antwortete Lula wie folgt:
"He'll maybe have problems in his own country. Chavez is without a doubt Venezuela's best president in the last 100 years. Nevertheless, he has far less influence than people say he has. Europe has no need to worry about the left in Latin America."

Darüber hinaus sind Chavez Äußerungen als eine direkte Antwort auf ein dpa-Interview der Kanzlerin anzusehen, in welchem diese ihrerseits auf Venezuela zu sprechen kam. Auf die Frage des Reporters, ob Chavez das Verhältnis zwischen Europa und Lateinmamerika bereits beschädigt habe antwortete sie: "Ein Land allein kann die Beziehungen zwischen der EU und Lateinamerika nicht nachhaltig beeinträchtigen. Präsident Chávez spricht nicht für Lateinamerika. Jedes Land hat seine eigene Stimme, mit der es seine eigenen Interessen verfolgt. Auch das venezolanische Volk hat mit der Ablehnung des Referendums im Januar selbst Position bezogen." Und die Kanzlerin geht sogar noch weiter: "Die soziale Marktwirtschaft ist für mich das Modell, das beide Ziele am besten erreichen kann. Die Regierungen in Lateinamerika werden sich langfristig daran messen lassen müssen, wie sie mit den sozialen Problemen umgehen. In einigen Ländern beobachten wir - und darauf zielt Ihre Frage ja auch - einen linken Populismus. Ich glaube nach unseren Erfahrungen in Europa nicht daran, dass Staatswirtschaften auf die drängenden Probleme bessere und nachhaltige Antworten geben. Sie koppeln Länder eher ab von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und erschweren die Zusammenarbeit sowie und die Teilhabe der Bürger am Wohlstand." Aha. Sehr interessant. Die Politik demokratisch gewählter linker Regierungen in Lateinamerika ist also wohlstandsfeindlich. Die Frage ist: Von welchem bzw. wessen Wohlstand redet unsere Kanzlerin hier? Leider konnte sich die Kanzlerin nicht persönlich von dieser "populistischen" Politik überzeugen - ihre Reiseroute führte sie nämlich ausnahmslos durch Länder die von der politischen Rechten regiert werden (Mexiko, Kolumbien, Peru) Einzig das sozialdemokratische Brasilien fällt dabei ein wenig aus dem Rahmen.

Sind also Chavez Aussagen nicht einfach nur eine gezielte Provokation als Antwort auf Merkels Aussagen, die nicht andesr zu verstehen sind als das die Linksregierungen in Lateinamerika mit ihrer Politik der staatlichen Eingriffe das neoliberale Gesellschaftsmodell gefährden. Im Kern handelt es sich doch genau um diese Problematik. Und mehr: Seitdem linke Regierungen in Lateinamerika wieder salonfähig sind ist von Freihandelsrhetorik à la Bush und Merkel nicht mehr viel zu vernehmen.

Zurück zu Chavez und dem angeblichen Hitler-Vergleich und warum ich heute morgen beim Kaffe einfach mal schmunzeln musste. Spiegel Online berichtet über Merkels Besuch in Kolumbien: Bei ihrem Besuch in der Hauptstadt Bogotá sicherte sie Präsident Álvaro Uribe die Unterstützung Deutschlands im Kampf gegen Terror und Drogen zu. Sie versprach Hilfe für die Justizbehörden und forderte deutsche Unternehmen zu Investitionen in dem Andenstaat auf. Uribe bedankte sich und versicherte, dass er den Kampf gegen die Guerilla und die Drogenbarone fortsetzen werde. "Wenn wir keine illegalen Drogen hätten in Kolumbien, hätten wir auch keinen Terrorismus", sagte er.

Wenn das keine mal Unterstützung für die politische Rechte ist. Ausgerechnet Alvaro Uribe kann sich also unseres Supports sicher sein - der kolumbianische Präsident der von Menschenrechten anscheinend noch nie etwas gehört hat und wohl selbst als der größte Terrorist des Kontinents anzusehen ist - Verbindungen zu rechtsextremen und mörderischen Paramilitärs inklusive. Danke Frau Kanzlerin. Damit ist alles gesagt was zu diesem Thema gesagt werden musste.

5/10/2008

Barack Obama is now...



...following me on Twitter... Musste schon ein wenig schmunzeln als ich gerade die e-mail bekommen habe. Auf jeden Fall reagiert derjenige der Baracks Twitter-Account administriert ganz schön schnell: nur eine Minute vorher habe ich Obama "gefollowt". Mal gucken ob da wirklich etwas Interessantes bei rumkommt.

5/09/2008

Jetzt ist es passiert...

...wollte Euch nur kurz auf diesem Wege informieren, dass ich vor drei Tagen einen Arbeitsvertrag als wissenschaftlicher Mitarbeiter im von der VW-Stiftung geförderten Projekt "Globalisierung als historischer Prozess" unterschrieben habe. Ich werde mich also die nächsten drei Jahre mit der Implementierung und den Auswirkungen der "Green Revolution" in Lateinamerika befassen - so zumindest lautet der Plan.

Für die Berliner unter Euch bedeutet dies, dass ich Euch in der nächsten Zeit wohl öfter mit einem Besuch beehren werde! Aber auch die Lateinamerikaner dürfen sich freuen:-) Werde wohl einige Reisen auf meinen Lieblingskontinent unternehmen müssen - mehr dazu, wenn es aktuell ist!

Besten Gruss an alle,

Mankel

4/23/2008

Twitter vs. Blog

Komisch. Immer wenn ich mir vornehme mal wieder mehr zu bloggen wird daraus einfach nichts. Woran mag das wohl liegen? Faulheit? Trägheit? Einfallslosigkeit? Alles vernünftige Erklärungen, wobei ich allerdings fest davon überzeugt bin, das ich einem neuartigen Kommunikationsmedium namens Twitter die Hauptverantwortung dafür in die Schuhe schieben möchte.

Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass Twitter mit der Zeit (wenn nicht schon jetzt) alle anderen Web-Kommunikations-Formen in den Hintergrund drängen wird. Mit einer solch gewagten These bin ich zum Glück nicht der Einzige (An dieser Stelle der Verweis auf Cem Basmans Interviews mit verschiedenen Twitterern). In vielen deutschsprachigen Blogs und nicht zuletzt auch bei Twitter ist in den letzten Tagen eine regelrechte Twitter-Hysterie ausgebrochen. Schenkt man dem Glauben, kann es sich nur noch um wenige Wochen handeln, bis Twitter die kommunikative Weltherrschaft an sich gerissen hat. Viele Twitter-Supporter führen an, dass die Probleme am Wochenende bei der Übermittlung von Tweets eindeutig dazu geführt hätten, dass Twitter ein ehernes Gesetz des Web 2.0 gebrochen hätte: Nicht die Utility braucht den User, sondern wie Michael Arrington formuliert: "I now need Twitter more than Twitter needs me." Ich bin mir nicht ganz sicher was von dieser allgemeinen Twitter-Euphorie zu halten ist. Fakt ist: Ohne Twitter komme ich nach wie vor ganz gut klar (was ich von einem Leben ohne Internet an sich nicht gerade behaupten könnte) Allerdings macht Twitter die Kommunikation an sich um einiges spassiger als z.B. mit Instant Messengern. Ohne Probleme kann man Alltäglichkeiten, die man niemals in sein Blog schreiben würde an alle seine Freunde in der Welt verteilen. Und genau das macht für mich den Reiz an der Sache aus. Nah beisammen, obwohl über den ganzen Erdball verteilt. Das Twitter noch unzählige andere Vorteile hat (Human Google etc.) kommt "erschwerend" mit hinzu. Na gut. Soviel zum Thema Twitter. Und eins zum Abschluss: Versprochen, ich werde wieder mehr bloggen;-)

3/24/2008

Adios Venezuela!


I just finished packing my luggage - I am flying back to Germany tomorrow after I had some very very interestung weeks in Venezuela... and a very relaxed trip to the Venezolanian Andes last week. We will be leaving Barquisimeto tomorrow at 7 AM and if everything is going fine I'll be arriving at my final destination Hannover on Wednesday at 5pm.,, I just wanted to let you know that. See you all in Germany, at latest next Friday @Radio Sabor!